Diversität im Kinderbuch

Was bedeutet Diversität im Kinderbuch und warum ist sie so wichtig? Wir haben nachgefragt und verschiedene Stimmen aus der Buchbranche eingeholt.

Sandra Brandstätter, Illustratorin, Autorin und Character Designerin:

«Diversität im Kinderbuch ist für mich mehr, als Figuren unterschiedliche Hautfarben zu geben, sie in Rollstühle zu setzen oder Stereotype umzukehren. Gesichtsformen, Frisuren, Kleidung, das Umfeld, … müssen mitgedacht werden. Susann Bee (Illustratorin, Autorin, Sensitivity Readerin) bietet auf ihrer Webseite einen Leitfaden für Diversität im Kinderbuch an: www.susannbee.com»

Susanne Lux, Buchhandlung Nimmerland:

«Wie wichtig die Darstellung von Diversität und diverser Themen im Bilder- und Kinderbuch sind, merkt man spätestens dann, wenn man Menschen im Laden hat, die mit Tränen in den Augen an der Theke stehen, weil sie Bücher entdeckt haben, wie es sie in ihrer eigenen Kindheit nicht gab: Bücher, die Angehörige ihrer marginalisierten Gruppe darstellen. Bücher mit Held:innen, die aussehen wie ihr Kinder-ich. Bücher, bei denen sie das Gefühl bekommen hätten: Hier geht es um mich. Solche Erfahrungen sind unglaublich wichtig und selbstwertstiftend für Kinder, und wir möchten sie ALLEN Kindern gönnen!»

Dorit Jackermeier und Theresa Tatzelt, KiKA Redaktion:

«Wir möchten in der ‹KiKA-Baumhaus Vorlesezeit› den Alltag möglichst vieler Kinder abbilden, Identifikationsfläche bieten und Horizonte erweitern. Deshalb ist Diversität im Kinderbuch so wichtig.»

Anna Kindermann, Verlegerin:

«Kinder brauchen Geschichten, in denen sie sich selbst und andere wiederfinden dürfen – in all ihrer Vielfalt. Unsere Bilderbuch-Novität ‹Opas Pride› zeigt, wie stärkend es ist, wenn Bilderbücher Offenheit, Liebe und unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar machen.»

Vielen Dank für diese spannenden Beiträge!

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