Kindermann Verlag Berlin
Ich habe Angst vor diesem Mann Cover

V. Dumont / M. Brunelet

Ich habe Angst vor diesem Mann

Ab 7 Jahre; 48 S. / 16,5 x 24,5 cm
Eur 10,00 / sFr. 18,00
ISBN 978-3-934029-07-1

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Auf dem Heimweg von der Schule wird Sophie eines Tages von einem Exhibitionisten überrascht. Angst und Unsicherheit sind die Folge. Doch Eltern und Lehrer helfen ihr und ihren Mitschülern, den Schock zu verarbeiten.

Empfohlen vom Deutschen Kinderschutzbund e.V.

'APEV' (Aide Parents d'Enfants Victimes) und 'Terre des hommes Italia' haben in Frankreich bzw. Italien diese Ausgabe unterstützt, die zudem die Auszeichnung "Schutz des misshandelten Kindes" erhielt.

Im Anhang ist eine Adressenliste von Hilfsorganisationen und Beratungsstellen für betroffene Kinder und Eltern aufgeführt.

DIE PRESSE:

"Ein wirklich hilfreiches Buch!" ELLE

"Der hier gekonnt eröffnete Dialog zwischen Eltern und Kindern über 'peinliche' Themen ist eminent wichtig für die Entwicklung unserer Kinder." Le Nouvel Observateur

"Ein wichtiges Buch mit dem Kinder lernen, Nein zu sagen und sich besser vor Missbrauch zu schützen." Libération

"Ein wirklich gelungener Wurf über ein Thema, bei dem man leicht auf dünnes Eis gerät, wenn man nicht - wie diese Autorin - über eine bemerkenswerte Trittsicherheit verfügt." Österreichischer Kinderschutzbund

ZUM INHALT:

Sophie ist acht Jahre alt. Dieses Jahr darf sie zum ersten Mal allein von der Schule nach Hause gehen. Alles geht gut - bis sich ihr eines Tages ein Exhibitionist in den Weg stellt. Völlig verstört spricht sie mit ihren Eltern darüber, aber selbst danach ist sie immer noch ängstlich und traut sich nicht mehr allein aus dem Haus. Überall vermutet sie Menschen, die ihr Böses wollen. Nur allmählich verliert sie ihre Angst und gewinnt das Vertrauen in sich und andere zurück - vor allem dank einer offenen Diskussion in der Schule, wo die Kinder lernen, wie sie sich am besten in solchen Situationen verhalten sollen.

Der gleichaltrige Jan ist in derselben Klasse wie Sophie. Jeden Sonntagnachmittag kümmert sich sein alleinstehender Onkel Achim um ihn. Aber seit sie in der Schule von Menschen mit sexuellem Fehlverhalten gehört haben und dass auch von vertrauten Personen eine Bedrohung ausgehen kann, fühlt er sich in Gesellschaft seines Onkels auf einmal unwohl. Er kann dessen völlig harmlose und herzlich gemeinte Gesten nicht mehr einordnen und wird deshalb sogar krank. Erst nach einem offenen Gespräch mit seinem Onkel begreift Jan den Unterschied zwischen einem Menschen, der es einfach nur lieb meint, und einem, der Böses will.

Die Autorin

Virginie Dumont, Psychotherapeutin und Mutter zweier Kinder, ist eine anerkannte Kinderbuch-Autorin, deren Erzählungen sich durch Humor und großes Verständnis für die Gefühle von Kindern auszeichnen. Auch hier schreibt sie sehr sensibel und mit viel Erfahrung über diese schwierige Thematik, wobei es ihr ausgezeichnet gelingt, sich sowohl in die Kinder als auch in die Situation der Erwachsenen hineinzuversetzen.

Die Illustratorin

Madeleine Brunelet wurde 1959 in Paris geboren. Die Graphik-Designerin gehört zu den bekanntesten Kinderbuch-Illustratorinnen Frankreichs und hat schon zahlreiche Bücher für Kinder geschrieben.

LESEPROBE:

2. Kapitel: Gerüchte um einen seltsamen Mann

Seit einigen Tagen hören Sophie und ihre Freundinnen in der Schule, wie über ein merkwürdiges Ereignis gesprochen wird: Die älteren Kinder erzählen, dass da manchmal ein Mann ganz allein auf der Straße steht und den vorbeigehenden Leuten seinen Penis zeigt. "Das ist ja eklig!"

Zwar hat bisher niemand diesen Mann richtig gesehen, aber er soll einen großen Hut und einen grauen Regenmantel tragen, so wie man es von Krimis her kennt. 'Und wenn das nur eine Erfindung ist?', fragt sich Sophie, die genau weiß, dass manchmal aus Wichtigtuerei Dinge erzählt werden, die gar nicht stimmen ... Leuten, die man nicht einmal kennt, seinen Penis zu zeigen, so etwas macht man einfach nicht, schon allein wegen des Schamgefühls.

Sophie und ihre Freundinnen haben lange über diesen Fall gesprochen und sind sich dann einig geworden, dass so etwas nicht möglich sei und es sich dabei ganz sicher um eine Erfindung handle. Das hat sie doch sehr beruhigt, denn ein bisschen Angst hat ihnen diese Geschichte schon gemacht. Seither spricht auch keiner mehr darüber. Zudem steht Weihnachten vor der Tür, da gibt es genug anderes zu tun: Geschenke basteln, das Haus schmücken und vor allem - warten …

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