NEUAUFLAGE
GOETHES FAUST IM BILDERBUCH:
SO WIRD DAS HEXENEINMALEINS ZUM KINDERSPIEL!
Faust
nach Johann Wolfgang von Goethe
neu erzählt von Barbara Kindermann
mit Bildern von Klaus Ensikat
Reihe "Weltliteratur für Kinder"
ab 7 Jahre; 36 S., 22 x 30 cm; Halbleinen, Pappband matt kaschiert Fadenheftung,
durchg. 4-farbig
Eur 15,50 / sFr. 27,80
ISBN 978-3-934029-10-1

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Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Mephisto, der versucht, Doktor Faust
die Seele abzuhandeln! Aber wie lautet noch gleich die berühmte Gretchenfrage,
was war des Pudels Kern und wer ist eigentlich der Geist, der stets verneint?
Goethes wichtigstes Werk als spannende Nacherzählung in der Reihe "Weltliteratur
für Kinder" lädt ein zum Entdecken und Wiederentdecken und zeigt,
dass große Literatur schon Kindern Spaß machen kann. Zahlreiche
Originalzitate vermitteln den kleinen Lesern einen möglichst authentischen
Eindruck der klassischen Vorlage.
Ein Buch voller Magie und Hexenzauber, mit faszinierenden Bildern von Klaus
Ensikat, der seine große Illustrationskunst hier ein weiteres Mal unter
Beweis stellt.
Zum Vorlesen und Selberlesen ab 7 Jahre.
Die Erzählerin:
Barbara Kindermann, geboren am 6. Oktober 1955 in Zürich, studierte Germanistik, Philosophie
und Sprachen in Genf, Dublin, Florenz und Göttingen. Nach dem Abschluss
Ihrer Promotion war sie mehrere Jahre als Lektorin tätig und gab 1993 den
3. Band der Grimmschen Sagen heraus. 1994 gründete sie in Berlin den Kindermann
Verlag.
Der Illustrator:
Klaus Ensikat, geboren1937, Illustrator und Karikaturist, ist einer der bedeutendsten
Buchkünstler der Gegenwart. Er erhielt zahllose Preise und wurde 1996 für
sein Gesamtwerk mit der Hans-Christian-Andersen-Medaille, der höchsten
internationalen Ehrung für die Illustration von Kinder- und Jugendbüchern,
ausgezeichnet. Seit 1995 ist er Professor für Zeichnen an der Fachhochschule
für Gestaltung in Hamburg.
DIE PRESSE:
LUCHS des Monats November 2002
von ZEIT & Radio Bremen
„DIE BESTEN 7 BÜCHER FÜR JUNGE LESER“
im Dezember 2002, DeutschlandRadio/FOCUS
„Barbara Kindermann hält die Sprache in der Schwebe zwischen den
Zeiten; es gelingt ihr, die Aura der dramatischen Vorlage zu erhalten. Hinzugekommen
ist durch Klaus Ensikats ambivalente, verrätselte Bilderwelt eine visuelle
Erzählebene, die etwas von der Magie und Zauberwelt besitzt, die jede gute
Geschichte "nicht nur für Kinder" durchzieht.“ DIE ZEIT
„Die Bilder von Klaus Ensikat... sind meisterlich.“
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
„Sprachlich geglückt und eine wahre Bilderlust!“ FACTS
„Plötzlich erscheint dieses Urgestein deutscher Klassik im Gewand
eines vielfältig schillernden Märchens.“ DEUTSCHLANDFUNK
„Zeichner Ensikat beschwört mit spitzem Federstrich altdeutsches
Ambiente, magische Welten und leicht karikierte Figuren. Ein liebevoll ausgestattetes
Bilderbuch.“
MÜNCHNER ABENDZEITUNG
„Eine sehr gute Mischung zwischen dem Alten, dem Zitat und dem Neugeschriebenen...
gerade auch auf der sprachlichen Ebene gelungen.“ RADIO BREMEN
„Barbara Kindermann hat das Kunststück vollbracht,
Goethes "Faust" in einer Nacherzählung für Kinder aufzubereiten,
dabei den authentischen Eindruck zu erhalten und die Schwellenangst vor klassischen
Werken der Weltliteratur zu nehmen.“ HAMBURGER ABENDBLATT
"Ein Buch für immer." Süddeutsche Zeitung
"Man möchte gar nicht wieder aufwachen aus diesem
Buch... Es ist das
schönste Kinderbuch des Jahres." Literarische Welt
LESEPROBE:
In diesem Augenblick schoss eine gewaltige Flamme zum Schornstein hinaus und
die Hexe kam mit entsetzlichem Geschrei heruntergefahren. Als sie Faust und
Mephisto entdeckte, kreischte sie: "Wer seid ihr? Was wollt ihr hier?"
Da packte Mephisto der Zorn, und mit einem Zauberspruch ließ er die Gläser
und Töpfe der Hexe in tausend Scherben zerspringen: "Erkennst du deinen
Herrn und Meister nicht?"
Die Hexe wich voll Entsetzen zurück: "Oh Herr, verzeiht den rohen
Gruß! Ich sah nicht Euren Pferdefuß!"
Da gab sich Mephisto etwas versöhnlicher: "Für diesmal kommst
Du so davon! - Dieser Freund hier möchte ein Gläschen vom Verjüngungssaft."
"Ich will Euch gern eins geben", antwortete die Hexe. Sie beschrieb
mit feierlichen Gesten einen Kreis, tat allen möglichen Hexenkram hinein
und bat Faust, sich ebenfalls dazu zu stellen. Beschwörend las sie aus ihrem
dicken Hexenbuch vor:
"Du musst verstehn! Aus Eins mach Zehn,
Und Zwei lass gehn, Und Drei mach gleich,
So bist du reich. Verlier die Vier!
Aus Fünf und Sechs, So sagt die Hex,
Mach Sieben und Acht, So ist's vollbracht:
Und Neun ist Eins, Und Zehn ist keins.
Das ist das Hexen-Einmaleins."
(Szene: Hexenküche)
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